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Exkursion zu den Matronensteinen in der Eifel 2011

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Pünktlich um 9 Uhr am Himmelfahrtsmorgen trafen die Exkursionsteilnehmer am Bonner Hauptbahnhof ein. Mit der Regionalbahn ging es Richtung Nettersheim, wo wir knapp zwei Stunden später nach einigen Verwirrungen beim Umsteigen in Euskirchen (sind wir im richtigen Zug, oder ist es doch der andere?) ankamen. Dort trafen wir auf ein paar selbst angereiste Exkursionsteilnehmer, und unsere Gruppe zog mit 30 Personen los in Richtung Nettersheimer Naturzentrum. Nach einer kleinen Pause im Bauern- und Färbergarten und gestärkt vom guten hausgemachten Kuchen aus dem Café wanderten wir schließlich entlang des Urfttals, vorbei an den Gebäuden einer historischen Kalkbrennerei des 19. Jh., in Richtung Görresburg.

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Der gallo-römische Tempelbezirk liegt auf einem kleinen Berg oberhalb des Flusses Urft mit einem schönen Ausblick ins Tal. Das den Matronae Aufaniae geweihte Heiligtum stammt aus dem 2.-4. Jh.n. Chr. und besteht aus drei kleineren Gebäuden (Cellae) die von einer Außenmauer umgeben sind (Umlauftempel). 1909 wurde der Tempelbezirk entdeckt, man legte viele Matronendenkmäler und Weihesteine frei, mehr als 40 Bruchstücke und Inschriftensteine konnten gesichert werden. Heute lagern die Fundstücke im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Am Fundort hat man die Grundmauern der Cellae und der Außenmauer aufgeschichtet sowie Repliken dreier Weihesteine aufgestellt. Diese Steine werden von Besuchern regelmäßig 'dekoriert', und kleinere 'Opfergaben' werden niedergelegt.

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Nach einer ausgiebigen Besichtigung des Tempelbezirks wanderten wir wieder zurück Richtung Naturzentrum Eifel – ein Teil der Gruppe wählte für den Rückweg die Strecke durch das Orchideental, während der andere Teil einen Abstecher zum Fossilienacker machte und fündig geworden am Naturzentrum wieder auf die übrigen Exkursionsteilnehmer traf.

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Einige fuhren nun bereits nach Hause, der verbliebene Rest unserer Exkursionsgruppe brach nach einer Pause, wieder mit Kuchen im Café zur Stärkung, zu einer zweiten Wanderung auf. Entlang der Römerstraße ging es zur römischen Wasserleitung und -brunnen. Über 95 km, somit einer der längsten römischen Aquädukte, führte die um das Jahr 80 n. Chr. erbaute Leitung von der Eifel bis nach Köln. Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich wieder Nettersheim und traten die Heimreise nach einer kleinen Stärkung in der Eisdiele an.

Alles in allem hatten wir einen sehr schönen Exkursionswandertag. Die nächste Wanderung wird uns im Sommersemester 2012 voraussichtlich zum Matronenheiligtum bei Pesch führen – davor geht es aber im Wintersemester 2011/12 erstmal zum Martberg an die Mosel.

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